Dienstag, 29. März 2011

Erfahrungen auf der "anderen Seite": Portrait von Michael Sicher - Coach & Trainer von kompetenzkreis

Michael Sicher
Rollstuhlfahren verändert die Perspektive und kann Spaß machen! Das vermittelt Michael Sicher den Teilnehmenden in seinem Workshop „Die andere Seite“. Ganz nebenbei legen sie dabei Berührungsängste ab und lernen auf eine selbstverständliche und wertschätzende Art und Weise, Menschen mit Behinderung zu begegnen.

Eine der Aufgaben im praxisorientierten Workshop ist es, mit dem Rollstuhl U-Bahn zu fahren. „Wenn die TeilnehmerInnen selbst mit dem Rollstuhl unterwegs sind, erleben sie „die andere Seite“ und somit aus erster Hand viele Antworten auf ihre Fragen. Sie merken zum Beispiel, dass sie gar nicht so angestarrt werden, wie sie zunächst dachten. Das Umdrehen mit dem Rollstuhl zum Aussteigen in einem vollen U-Bahn-Wagon erfahren sie dafür als Herausforderung, die nicht immer rechtzeitig gelöst werden kann und sie das eine oder andere mal eine Station zu weit fahren lässt“, erzählt Michael Sicher, Coach und Trainer im BeraterInnen-Pool von kompetenzkreis.
Dieser spezielle Workshop ist besonders auf Unternehmen ausgerichtet, die gegenüber KundInnen und MitarbeiterInnen mit Behinderung aufgeschlossen sind. Er behandelt die Fragestellungen: „Was bedeutet es, behindert zu sein?“ und „Wie geht es mir bei der Begegnung mit Menschen mit Behinderung?“ „Die TeilnehmerInnen beschäftigt zunächst oft, ob sie hinschauen oder nicht hinschauen, helfen oder nicht helfen sollen. Hinschauen, nicht Anstarren macht den Unterschied, und ein Lächeln hilft immer. Auf die Haltung kommt es an. Wer genau schaut, merkt auch, ob Hilfe angeboten werden soll oder nicht“,  erzählt Michael Sicher.
Mag. Michael Sicher, MSc sitzt selbst im Rollstuhl und lebt mit Persönlicher Assistenz. Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik wurde im Laufe seiner Karriere als IT-Spezialist und Head of IT sein Interesse für Coaching geweckt. Er absolvierte die Ausbildung zum Systemischen Coach und Aufstellungsleiter sowie zum Dipl. Lebens- und Sozialberater. Seit 2007 ist er eingetragener Mediator.
Gemeinsam mit Rotija Dumpelnik, Geschäftsführerin  von kompetenzkreis, wird er im April ein zweitägiges Konfliktseminar für eine große österreichische Gesundheitsorganisation leiten. „Barrierefreiheit ist uns wichtig, denn sie gehört zur Vielfalt des ganz normalen Lebens, auch des ganz normalen Wirtschaftslebens,“ so Rotija Dumpelnik. „Unsere Website ist barrierefrei, genauso wie unsere Veranstaltungen und Seminare. Demnächst geplant ist ein Umzug in ein barrierefreies Büro. Unter unseren KundInnen gibt es Menschen, die eine Behinderung haben oder eine chronische Erkrankung, genauso wie in unserem Team. Wenn kompetenzkreis-ExpertInnen eine Behinderung haben, bedeutet es nicht, dass sie automatisch zum Thema Behinderung beraten oder trainieren, etwa wie Michael Sicher, der auch als Mediator oder Coach mit IT-Fachwissen über zahlreiche Kompetenzen verfügt.“
Michael Sicher ist es ein Anliegen, dass Menschen mit Behinderung mehr Chancen erhalten, ihre eigene Karriere zu verwirklichen. Er arbeitet mit UnternehmerInnen und Führungskräften. „Meine KundInnen wenden sich aufgrund spezifischer Anlässe, bei denen sie Begleitung wünschen, an mich. Dabei kann es zum Beispiel um die Steigerung ihrer Produktivität gehen, bei deren Umsetzung in den (Arbeits-)Alltag ich sie unterstütze. Es kann jedoch auch das Bedürfnis im Vordergrund stehen, Klarheit für anstehende Entscheidungen und die nächsten konkreten Schritten zu gewinnen“, erzählt Michael Sicher aus seiner Coachingpraxis. „Mir ist es persönlich wichtig, Menschen, die mit Veränderungen im Leben konfrontiert sind oder sie realisieren möchten, kompetent und respektvoll zu begleiten.“
Weitere Info: www.kompetenzkreis.at

Montag, 24. Januar 2011

Der Fisch stinkt vom Kopf oder “Führen will gelernt sein”


© Jörg Henkel Hamburg / PIXELIO
 „Der Fisch stinkt vom Kopf“ wird oft hinter dem Rücken der Führungskraft gesagt, wenn in einem Betrieb etwas schief läuft. Was aber macht eine kompetente Führungskraft aus? Häufig werden Führungskräfte aufgrund ausgezeichneter fachlichen Qualifikationen, fundierter Erfahrung in der Branche, guter Netzwerke oder langer Betriebszugehörigkeit in ihre Führungsposition ernannt. Fachspezifisches Wissen und selbst jahrelange Betriebszugehörigkeit qualifizieren noch nicht ausreichend zum Führen von Betrieben, von Abteilungen oder von Teams.
Die „natürliche Autorität“, die eine Person vielleicht ausstrahlt, mag ein Bonuspunkt in der Rolle einer Führungskraft sein. Angeborenes Talent erleichtert die Bewerkstellung von Aufgaben, reicht aber nicht, um eine verantwortungsvolle Position optimal auszufüllen. Oder würden Sie die Planung Ihres Hauses einem Menschen überlassen, der ein natürliches Talent für ästhetische Formen hat. Sie würden den Auftrag wahrscheinlich BaumeisterInnen oder ArchitektInnen übertragen. Beim Fach-Know-How ist es selbstverständlich, praktische Erfahrung und eine fundierte Ausbildung vorauszusetzen. Bei Führungsaufgaben sollte es nicht anders sein, denn auch und ganz besonders das „Führen“ will gelernt sein.
Cholerische ChefInnen sind ebenso fatal wie nette Vorgesetzte, die alles schleifen lassen. Viele Betriebe werden von ihrer Führung „an die Wand gefahren“, manche Betriebe existieren „trotz“ ihrer Führung, hervorragender Erfolg hängt jedoch immer von einer exzellenten Führung ab.
Hier auch schon die gute Nachricht: Führungskompetenz kann jede/r erlernen!  Dazu gehört etwa das Know-How über die Etablierung von Unternehmenskultur, von Kommunikationsstrukturen und von Konfliktmanagement. Rollenreflexion ist ebenso wichtig wie das Selbstmanagement, der Umgang mit Zeitressourcen und Stress. Führungskompetenz beinhaltet einen adäquaten Umgang mit MitarbeiterInnen, den Aufbau von motivierten Teams und auch die kompetente Handhabung von unangenehmen Aufgaben wie z.B. der Kündigung von MitarbeiterInnen im Rahmen eines angemessenen Trennungsmanagements. Exzellente Führungskräfte sind in der Lage Unternehmensziele und Visionen zu entwickelt und deren Umsetzung zu steuern. Erfolgreiche Führungskräfte begeistern ihre Belegschaft und ihre KundInnen. Die Aufgaben von Führungskräften sind anspruchsvoll, aber sie sind keine Hexerei.
Führen ist ein Prozess, der regelmäßiger Weiterbildung bedarf und hohe Aufmerksamkeit erfordert. Besonders in belastenden Phasen können sich Führungskräfte im Rahmen von Führungskräfte-Coachings entlasten und einen neutralen Reflexionsraum schaffen.
Jede Organisation ist ein System, in dem verschiedenste Menschen ihre Rollen einnehmen. Wenn Sie eine Führungskraft sind, sind Sie nicht für alles verantwortlich, was in Ihrem Betrieb geschieht, aber Sie sind für den Erfolg Ihres Betriebes verantwortlich.  Entwickeln Sie eine exzellente Vision und setzen Sie diese um. Wir unterstützen Sie dabei: kompetenzkreis konzipiert maßgeschneiderte Lehrgänge und Seminare für Führungskräfte in allen Management-Ebenen und bietet begleitendes Coaching an.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Supervision ist Balsam für die Seele Ihres Unternehmens

Der Erfolg eines Betriebes hängt ab von der Qualität der Kommunikation und der Beziehungen zwischen den Menschen, die in einer Firma arbeiten.
Gerade auch Wirtschaftsbetriebe sind von Veränderungen geprägt: Outsourcing, Unternehmensfusionen, Projektarbeit, Übergaben an NachfolgerInnen oder innerhalb der Familie sind Herausforderungen, die  nicht nur die materielle Seite eines Betriebes, sondern auch seine Seele betreffen. Wenn die Kommunikation und die menschlichen Beziehungen im Unternehmen gestört sind, hat das häufig negative Auswirkungen auf den Betriebserfolg.
Unternehmen sollten nicht warten, bis ein Konflikt ausbricht oder womöglich eskaliert. Der Schaden kann dann eventuell noch begrenzt werden, rechtzeitige Vorsorge kostet jedoch weniger Geld und spart Nerven. 
Wenn eine herausfordernde Situation für ein Unternehmen absehbar ist, dann kann für einen gewissen Zeitraum begleitende Supervision eingerichtet werden. In ruhigeren Zeiten macht es Sinn, Supervision für den Bedarfsfall abrufbar zu haben.
Was geschieht in der Supervision? Die Supervision gibt den beteiligten Personen einen Raum, ihre Arbeitsbeziehungen, den Umgang mit KollegInnen, Vorgesetzten oder Untergebenen, KundInnen oder KlientInnen zu reflektieren und zu „sortieren“.
SupervisorInnen unterstützen Sie dabei, eine konstruktive Lösung für Probleme zu finden oder Konflikte schon im Vorfeld zu vermeiden. Sie geben Ihnen einen geschützten Rahmen, um Ihre Handlungskompetenz zu erweitern. Einzelpersonen oder ganze Projektteams können Supervision in Anspruch nehmen. Die Dauer einer Sitzung beträgt 50 bis 100 Minuten, je nach Bedarf sollte Supervision in wöchentlichen bis monatlichen Intervallen in Anspruch genommen werden.